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Ludger Ochtrop in den Diözesanrat gewählt

Ludger Ochtrop, der Vorsitzende des Pfarreirates der Kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul berät in Zukunft Bischof Felix Genn. Die Kreisdekanatsversammlung wählte ihn am 13. Juni als Vertreter des Kreisdekanates Wesel in dieses zentrale Gremium.

Karina Göbel aus Duisburg-Kaldenhausen und Ludger Ochtrop aus Voerde vertreten künftig das Kreisdekanat Wesel im Diözesanrat, einem wichtigen Beratergremium von Bischof Dr. Felix Genn in Münster. Gewählt wurden sie mehrheitlich von den Mitgliedern der Kreisdekanatsversammlung am 13. Juni in Kamp-Lintfort. Die Versammlung wählte Alfred Vetter aus Duisburg-Homberg in den Vorstand des Kreiskomitees der Katholiken, zudem wurde er in den Hauptausschuss gewählt, ebenso wie Ochtrop und Niklas Otten.
An der Versammlung nahm auch Weihbischof Rolf Lohmann teil, der auf sein erstes Jahr im neuen Amt zurückblickte. „Ich konnte eine Menge Erfahrungen sammeln“, sagte er, gerade die Gespräche mit den unterschiedlichen Menschen in der Region seien interessant und hilfreich gewesen. „Der Dialog ist wichtig und wird wichtig bleiben“, betonte der Weihbischof, der nicht nur für den Niederrhein, sondern auch das Kreisdekanat Recklinghausen zuständig ist. Er sehe sich, sagte er, sowohl als Koordinator und Motivator, vor allen Dingen aber auch als jemand, der den Glauben in den Gemeinden vor Ort stärken will.
Schnell sei er bei seinen Besuchen mit den Sorgen der Menschen konfrontiert worden, berichtete Lohmann. „Ich kann diese Sorgen und Diskussionen verstehen“, erklärte er. Insbesondere die Besetzung von Pfarrstellen werde immer schwieriger, die Priesterzahlen seien ein Problem. „Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir als Kirche lebendig bleiben, wenn wir weniger hauptamtliche Mitarbeiter haben“, sagte Lohmann und wies auf die Vielzahl der Menschen hin, die für die Kirche arbeiten: „Es gibt ja nicht nur den Pfarrer, sondern auch Pastoralreferentinnen und -referenten, Diakone, Kapläne, Priester der Weltkirche. Diese Weite des Spektrums ist ein Geschenk.“
Er wünsche sich, dass in den Pfarreien die Möglichkeit genutzt wird, neue Wege auszuprobieren, insbesondere mit der Einbindung von Laien, die in den Pfarreien auch Leitungsfunktionen ausüben können. „Wenn wir in die Zukunft blicken, dann wird es allein hauptamtlich geprägt auf keinen Fall gehen, wir wollen doch eine Kirche mit Gesicht bleiben. Wir nehmen die Krise, in der wir stehen, ernst. Aber sie hält uns nicht auf sondern hilft uns, eine Kirche der Zukunft zu werden, die neue Wege beschreitet“, plädierte er in der Kreisdekanatsversammlung. Insgesamt sei er beeindruckt, wie groß das Engagement in vielen Gemeinden sei und auch die Bereitschaft, voran zu gehen statt immer nur zurück zu blicken.
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehöre es, in Münster für die Region zu sprechen und zu werben. „Wir sind kein Anhängsel von Münster, dafür möchte ich einstehen“, versprach der Weihbischof. Er sei dankbar, in Xanten auch weiterhin in der „normalen“ Seelsorge mithelfen zu können. „Glauben Sie mir“, wandte er sich an die Versammlung, „ich feiere nicht nur große Gottesdienste, bei denen die Kirchenbänke alle voll sind. Ich kenne auch das Bild bei einer Vorabendmesse am Samstag.“
Ein besonderes Anliegen sei ihm die Arbeit mit jungen Christen, sagte Lohmann schließlich. In den Gesprächen mit Firmlingen seien ihm viele interessante Fragen gestellt worden. „Ich frage mich: Wo können die Jugendlichen mit ihren Fragen in unseren Pfarreien andocken? Wo finden sie mit ihren eigenen Lebenswelten eine Heimat in der Kirche?“ – das, betonte der Weihbischof, seien die Fragen, denen sich die Kirche in Zukunft zuwenden müsse.