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Hilfe für die Flutopfer

Ergebnis unserer Sonderkollekte steht fest: 18.181,31 Euro!

Unmittelbar nach der furchtbaren Flutkatastrophe im Ahrtal und in anderen Regionen Deutschlands beschlossen die Verantwortlichen in der Voerder Kirchengemeinde St. Peter und Paul eine Sonderkollekte für die Betroffenen der Überflutungen anzusetzen. Eine kleine Gruppe von Engagierten aus Voerde war seitdem auch an jedem Wochenende zum Helfen im Ahrtal, auch Werkzeug und Material wurde von Voerde aus in die Region gebracht. Über 1.000 Euro kamen allein durch einen Honigverkauf vor und nach den Gottesdiensten zusammen, den Honig spendete ein lokaler Imker. So konnte die Voerder Gemeinde jetzt 18.181,31 € an die Kirchengemeinde im Ahrtal überweisen, die von den Ereignissen am Stärksten betroffen ist. Mit der Gemeinde in Bad Neuenahr-Ahrweiler sind wir in Voerde auch über einige familiäre Kontakte verbunden, so dass wir um die Not der Menschen dort sehr gut Bescheid wissen. Mit dem Geld soll konkret jenen geholfen werden, die von der Flut besonders betroffen sind und aus anderen Quellen wenig Hilfe erhalten. Aus dem Weinkeller eines Ahrtaler Familienmitglieds stammen rund hundert Flaschen „Flutwein“, teilweise echte Rariäten. Dieser Wein soll nun gegen eine Spende für die Flutopfer am Tag der Gemeindewallfahrt, am 4.9.2021 in Voerde angeboten werden. An diesem Tag feiert die Kirchengemeinde eine Pilgermesse im Freien und wird einen „Flutweinstand“ aufbauen. Die Flaschen waren fest verkorkt und bis zur Flut gut gelagert. Nach der Bergung der Flaschen wurden sie liebevoll gereinigt. Die Akteure können zur „Trinkbarkeit“ der Weine keine Angaben machen, zumal die gesammelten Weine über Jahrzehnte zusammen getragen wurden. Sie eignen sich aber sicher als solidarisches Geschenk zu Geburts- und Jahrestagen. Die Jahrgänge reichen rund 50 Jahre zurück.

Hier berichtet eine unserer Helferinnen über den Einsatz im Ahrtal:


Wer mag, kann sich der Helfergruppe noch sehr gerne anschließen. Bitte eine Nachricht an Gehling@kreuzzeichen.de schicken.
Hier ein Bericht vom ersten Einsatz: "Unsere Eindrücke waren zweierlei.  Es war fast unbegreiflich zu sehen welche Zerstörung die Flut hinterlassen hat. Viel mehr kann man dazu auch nicht sagen.
Aber es ist ergreifend zu sehen wie die vielen Menschen zusammenarbeiten. Menschen die sich vorher nie begegnet sind und in einer großen Zahl bereit sind Zeit und Liebe zu schenken. Das rührt und macht auch Mut - zu sehen das wir es eben doch können, wenn es darauf ankommt. Auch wenn immer wieder Negativismus immer lauter zu werden scheint ist es schön zu sehen (und daran glaube ich) das das Gute viel weiter verbreitet ist und genau dann zu sehen ist wenn andere es brauchen.
Die Organisation ist absolut einzigartig. Jeder Helfer wird gesehen und versorgt. Wasser, warmes Essen, Pflege und Pflaster sogar mit Gummistifel und Regencape falls nötig.  Die Dankbarkeit ist groß und die Hilfe bewirkt viel.  Jede einzelne Kraft die dort ist.
Wer also fahren möchte kann sicher sein das er an diesem Platz einen sicheren Weg zur nötigen „Arbeitsstätte“ bekommt und auch abgeholt wird. Keiner wird vergessen. Jeder kann entscheiden was er sich zutraut.
Es wurden einige Dinge genannt die wichtig sind. Vielleicht selbstberständlich aber dennoch: auf keinen Fall ist diese Hilfe da um sich zu profilieren oder zu bewerben und dafür das Leid dieser Menschen nutzt.  Die Helfer werden gebeten die Menschen nicht mit ihren eigenen Geschichten zu belasten. Es sind viele traumatisierte Menschen. Hört zu und redet sie bitte nicht voll.
Das waren klare Worte und wirkliche Anliegen.  Die Arbeit läuft mit allen Hand in Hand - jeder hat seine Aufgabe.
So. Das wären meine Eindrücke.  
Wer also bisher unsicher war ob er in der Lage ist zu helfen, dem kann ich Sorgen nehmen. Ich würde mich freuen wenn wir länger hier eine „Arbeitszeitbörse“ erhalten würden (vielleicht wachsen wir ja sogar noch) denn es wird noch viel Hilfe benötigt.

Hier unser Aufruf zur Spende:


Liebe Gemeindemitglieder,
die Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz haben viele Menschen in existentielle Schwierigkeiten gebracht. Sie benötigen dringend Hilfe. Am kommenden Wochenende, 24./25.7. wollen wir daher eine Sonderkollekte für sie in unseren Gottesdiensten halten. Schon jetzt und auch noch nach diesem Wochenende  ist es möglich, Spenden im Pfarrbüro in Voerde und unseren Gemeindebüros in Spellen und Friedrichsfeld abzugeben oder auf unser Pfarrkonto - bitte mit Stichwort „Flutopfer“ - zu überweisen. Für Spenden mit einem Betrag von bis zu 300 €, die auf unserem Bankkonto eingehen, reicht für den steuerliche Nachweis der Zuwendung die Buchungsbestätigung (Kontoauszug) der Bank aus. Darüber hinaus senden wir Ihnen gerne eine Spendenquittung zu. Bitte geben sie uns hierfür ihre Adresse an. Wir werden das Geld katholischen Pfarrgemeinden in den Überflutungsgebieten zur Verfügung stellen, damit diese unbürokratisch und direkt Bedürftige unterstützen können.
 
Das Seelsorgeteam
 
Spendenkonto
Kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul
Pfarrei St. Peter und Paul
DE62 3565 0000 0000 231761

Foto von Dechant Jörg Meyrer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Heinrich Kläser und Dietmar Pinger